Wok Bürste

Die meisten kaufen eine Wok-Bürste erst, wenn etwas schiefgelaufen ist. Der Wok rostet, die Patina löst sich, das Essen klebt. Dann wird klar, was bei der Reinigung falsch gemacht wurde.

Für Kohlenstoffstahl und Gusseisen gilt: kein Spülmittel, kein Einweichen, kein rauer Schwamm. Alle drei greifen die Patina an, die du beim Einbrennen und bei jedem Kochvorgang aufgebaut hast. Was funktioniert: heißes Wasser und eine Bürste mit festen Borsten. Die Borsten lösen Essensreste ohne die Oberfläche zu beschädigen. Danach kurz auf dem Herd trocken erhitzen, einen Hauch Öl einreiben. Zwei Minuten, nicht mehr.

Bambusbürsten sind für die tägliche Reinigung die beste Wahl. Die Borsten sind fest genug für Rückstände, aber weich genug, um die Patina nicht zu zerstören. Sie trocknen schnell. Ein Fehler, den viele machen: die Bürste liegend lagern. Bambus nimmt Gerüche an, wenn er feucht liegt. Aufrecht stellen, trocknen lassen.

Metallbürsten gehören nicht in die tägliche Routine. Sie hinterlassen feine Kratzer und machen die Patina langfristig ungleichmäßig. Sinnvoll sind sie nur in zwei Situationen: wenn der Wok rostet und neu eingebrannt werden muss, oder wenn sich hartnäckige Rückstände nicht anders lösen lassen.

Für beschichtete Woks ist eine Silikonbürste die richtige Wahl. Weich genug, um die Beschichtung nicht zu zerkratzen. An fest angebrannte Rückstände kommt sie weniger gut heran als Bambus, aber auf einem beschichteten Wok sollte das ohnehin seltener vorkommen.